Am Abend des 24. Dezember zieht in vielen Salzburger Häusern Weihrauch durch die Stube: Jemand geht mit einer Pfanne voll Glut von Raum zu Raum, oft bis in den Keller. Das ist das Räuchern in den Rauhnächten, ein Hausbrauch, der seit dem Mittelalter belegt ist. Hier erfährst du, wann die Rauhnächte 2026 sind, wie man sie in Salzburg zählt und wo du bei uns am Mirabellplatz Weihrauch bekommst.
Was sind die Rauhnächte? Die Rauhnächte sind die Nächte zwischen Weihnachten und Dreikönig, regional schon ab dem Thomastag am 21. Dezember. Der Name kommt laut Universität Innsbruck vom Ausräuchern des Hauses. In Salzburg räuchert man vor allem am Heiligen Abend, zu Silvester und in der Nacht vor Dreikönig.
Wo du bei uns Räucherwerk findest, steht weiter unten.
Wann sind die Rauhnächte 2026?
Die Rauhnächte 2026/27 beginnen, je nach Zählung, am Montag, 21. Dezember 2026 oder am Donnerstag, 24. Dezember 2026, und enden mit Dreikönig am Mittwoch, 6. Jänner 2027. Die wichtigsten Nächte zum Räuchern:
| Nacht | Datum | Wochentag |
|---|---|---|
| Thomasnacht (regional) | 21. Dezember 2026 | Montag |
| Heiliger Abend, Christnacht | 24. Dezember 2026 | Donnerstag |
| Silvester | 31. Dezember 2026 | Donnerstag |
| Nacht vor Dreikönig, Perchtnacht | 5. Jänner 2027 | Dienstag |
| Dreikönig, Ende der Rauhnächte | 6. Jänner 2027 | Mittwoch |
Wer zwölf Nächte zählt, rechnet von Weihnachten bis Dreikönig. Wo die Zählung genau beginnt, ist von Region zu Region verschieden.
Zwölf oder vier Nächte: wie man in Salzburg zählt
Heute ist meist von zwölf Rauhnächten die Rede. Das Salzburger Landesinstitut für Volkskunde nennt dagegen vier historische Rauchnächte: den Heiligen Abend, Silvester, die Nacht vor Dreikönig und regional auch die Thomasnacht am 21. Dezember. Je nach Region zählte man laut Landesinstitut bis zu zwölf Nächte zwischen 21. Dezember und 6. Jänner.
Auch innerhalb des Salzburger Landes ist das nicht einheitlich. Viele Familien räuchern laut SalzburgerLand Tourismus vor allem in den Nächten von Weihnachten, Silvester und dem 5. Jänner, manche schon ab dem 21. Dezember. Im Saalachtal, etwa auf einem Bauernhof in Unken, spricht man laut Saalachtal Tourismus von drei Rauchnächten: Heiliger Abend, Silvester und Dreikönig.
Wie die Rauhnächte zu den anderen Bräuchen im Advent und rund um Weihnachten passen, zeigt unser Überblick Weihnachtsbräuche in Österreich.
Räuchern in den Rauhnächten: so geht der Brauch
Beim Räuchern legt man Weihrauch, Harz oder getrocknete Kräuter auf Glut und trägt den Rauch durch alle Räume. Laut Landesinstitut für Volkskunde verwendet man dafür ein „Gluat- beziehungsweise Rachpfandl“, eine kleine Glutpfanne, oder ein anderes feuerfestes Gefäß. Geräuchert werden Wohnräume, Keller und Dachboden, auf Bauernhöfen auch der Stall. Dazu wird mit einem Palm- oder Tannenzweig Weihwasser versprengt, und manchmal wird gebetet.
Die Kräuter stammen oft aus dem Kräuterbuschen, der am 15. August, zu Mariä Himmelfahrt, in der Kirche geweiht wird. Zur Sicherheit: Glut nie unbeaufsichtigt lassen, das Gefäß auf eine feuerfeste Unterlage stellen und danach gut lüften.
Weihrauch und Räucherwerk vom Mirabellplatz
Weihrauch bekommst du bei uns in der Räucherhütte von Alexandra Wirnsberger. Dort gibt es reinen Weihrauch aus Oman und Somalia, pur oder mit Kräutern gemischt, dazu Räucherstäbchen und Räucherkegel, Duftöle und passende Gefäße. Neu sind 2026 Räucherstäbchen und Kegel mit Zirbe. „Das Räuchern und Reinigen gehört zu Weihnachten dazu“, schrieb uns Alexandra Wirnsberger in unserem Fragebogen.
Die Hütte steht seit fast 30 Jahren bei uns am Markt. Das ganze Jahr über ist Alexandra Wirnsberger donnerstags mit ihrem Stand auf der Schranne, dem Wochenmarkt rund um die Andräkirche am Mirabellplatz. Frag dort am besten nach Räucherwerk. Was es bei uns sonst noch zum Mitnehmen gibt, steht in unserem Artikel über Geschenke vom Weihnachtsmarkt.
Unsere Aussteller
Weihrauch, Räucherkegel und Räucherstäbchen gibt es bei uns in der Räucherhütte von Alexandra Wirnsberger. Alle Hütten findest du in unserer Ausstellerübersicht.
Unser Markt hat 2026 bis 31. Dezember offen, am Heiligen Abend von 10 bis 15 Uhr. Alle Öffnungszeiten stehen auf unserer Seite Öffnungszeiten und Anreise.
Perchten in den Rauhnächten
Zu den Rauhnächten gehören in Salzburg auch die Perchten, Gestalten mit Masken und Glocken, die den Winter vertreiben sollen. Einen großen Perchtenlauf in der Stadt gibt es am Montag, 21. Dezember 2026, zur ersten Rauhnacht am Domplatz, laut Veranstalter des Christkindlmarkts voraussichtlich um 19 Uhr (Stand 28. Oktober 2026).
Was Perchten von Krampussen unterscheidet und warum die einen schön und die anderen schiach, also hässlich, sind, erklären wir in Krampus oder Percht. Die Krampusläufe im Advent stehen in unserem Artikel über den Krampus in Salzburg.
Wünsche und Losen: was alter Brauch ist
Neben dem Räuchern gehörte zu den Rauhnächten früher das Losen: Man versuchte, aus Zeichen etwas über das kommende Jahr zu erfahren. Die Universität Innsbruck beschreibt das „Leaslen“ im Tiroler Unterland, vermutlich ab dem 19. Jahrhundert.
Im Netz liest du heute oft von einem Wunsch-Ritual mit dreizehn Zetteln oder von einer eigenen Bedeutung für jede Nacht. In den Beschreibungen der Universität Innsbruck und des Salzburger Landesinstituts für Volkskunde kommt beides nicht vor. Gut belegt sind in Salzburg vor allem das Räuchern und die Perchten.
Häufige Fragen
Je nach Zählung von Montag, 21. Dezember 2026, oder Donnerstag, 24. Dezember 2026, bis Dreikönig am Mittwoch, 6. Jänner 2027. Geräuchert wird in Salzburg vor allem am 24. und 31. Dezember und am 5. Jänner.
Heute zählt man meist zwölf. In Salzburg spricht das Landesinstitut für Volkskunde von vier historischen Rauchnächten: Heiliger Abend, Silvester, die Nacht vor Dreikönig und regional die Thomasnacht am 21. Dezember.
Laut Universität Innsbruck vom Ausräuchern des Hauses, darum heißen sie in Salzburg oft auch Rauchnächte.
Ein feuerfestes Gefäß mit Glut, etwa eine kleine Glutpfanne, dazu Weihrauch, Harz oder getrocknete Kräuter. Glut nie unbeaufsichtigt lassen und danach gut lüften.
Bei uns am Weihnachtsmarkt am Mirabellplatz in der Räucherhütte von Alexandra Wirnsberger. Das ganze Jahr über ist sie donnerstags mit ihrem Stand auf der Schranne am Mirabellplatz, frag dort am besten nach Räucherwerk.
In der Stadt beim Perchtenlauf am Domplatz am 21. Dezember 2026, laut Veranstalter voraussichtlich um 19 Uhr (Stand 28. Oktober 2026).
Quellen
Abgerufen am 28. Oktober 2026: Universität Innsbruck, Datenbank Feste und Bräuche, Eintrag „Rauhnacht“ · Salzburg24, „Wundersame Raunächte um die Weihnachtszeit“, mit Ulrike Kammerhofer-Aggermann und Michael Greger, Salzburger Landesinstitut für Volkskunde (22. Dezember 2015) · SalzburgerLand Tourismus, Magazin „Rauhnächte“ · Saalachtal Tourismus (lofer.com), Rauchnächte · salzburg.info, Perchtenlauf am Domplatz 2026 und Schrannenmarkt · Veranstalter des Salzburger Christkindlmarkts, Programm 2026 · Aussteller-Fragebogen Alexandra Wirnsberger (6. Oktober 2026)
