Vier Gläser auf einem Brett, vier Leute in einer Reihe, einer zählt runter, und alle trinken im selben Moment: Das ist ein Shotski. Im Advent 2026 kannst du so eine Runde bei uns am Salzburger Weihnachtsmarkt am Mirabellplatz ausprobieren, am Stand von Apres Allstars.

Was ist ein Shotski? Ein Shotski ist ein Ski oder ein langes Brett, auf dem mehrere Schnapsgläser in einer Reihe befestigt sind. Mehrere Leute stellen sich nebeneinander, heben das Brett gemeinsam an und trinken ihre Gläser gleichzeitig aus.

Welche Hütten sonst noch am Mirabellplatz stehen, findest du weiter unten.

Wie ist ein Shotski aufgebaut?

Ein Shotski hat zwei Teile: einen langen, flachen Träger und mehrere Gläser, die fest darauf sitzen. Der Träger war ursprünglich ein ausgedienter Alpinski, heute ist es oft ein eigens gebautes Brett aus Holz.

Auf einem Shotski sitzen laut dem Getränkemagazin VinePair meist drei, vier oder fünf Gläser. Sie stehen in gleichem Abstand nebeneinander, damit jede Person ihr eigenes Glas vor sich hat. Wie die Gläser halten, ist von Brett zu Brett verschieden:

  • Aufgeklebt: die einfachste Form, ein alter Ski mit festgeklebten Gläsern.
  • Verschraubt oder in Halterungen: Die Gläser sitzen in Klammern oder Fassungen statt fest im Holz.
  • Eingeklickt: Die Gläser rasten in eine Halterung ein, etwa in eine kleine Skibindung wie beim Shotski von Apres Allstars weiter unten.

Wie läuft eine Runde am Shotski ab?

Eine Runde hat vier Schritte: aufstellen, einschenken, anheben, gemeinsam kippen. Entscheidend ist der letzte, denn alle müssen im selben Moment ansetzen.

  1. Aufstellen: Alle stellen sich nebeneinander, jede Person vor ihr Glas. Das Brett liegt noch flach auf dem Tisch oder der Theke.
  2. Einschenken: Die Gläser werden gefüllt, solange das Brett ruhig liegt.
  3. Anheben und Kommando: Alle fassen das Brett an und heben es waagrecht auf Mundhöhe. Eine Person gibt das Kommando, zum Beispiel ein lautes Runterzählen von drei.
  4. Ansetzen und kippen: Auf das Kommando setzen alle die Lippen ans Glas und kippen das Brett gemeinsam.

Kippt einer zu früh oder zu spät, geht etwas daneben. VinePair beschreibt es so: Wer nicht mitzieht, hat den Schnaps im Gesicht.

Zwei kleine Tipps aus der Praxis: Stellt euch so auf, dass niemand sich bücken oder auf die Zehenspitzen stellen muss, und haltet das Brett waagrecht, bis das Kommando kommt.

Woher kommt der Shotski?

Wer den Shotski erfunden hat, weiß niemand sicher. Klar ist nur, dass er aus der Skikultur stammt, in der alte Ski nach dem letzten Winter ein zweites Leben als Trinkbrett bekommen.

Dazu passen die Erzählungen über seine Herkunft, die das US-Magazin Punch gesammelt hat: Mal soll das Skiteam der University of British Columbia in Kanada ihn erfunden haben, mal Bergleute in Park City in Utah, mal Skiorte in den Alpen. Punch selbst hält die Alpen für den wahrscheinlichsten Ursprung, weil dort die Après-Ski-Kultur zu Hause ist. Das Wort „Après-Ski“ taucht laut Punch zum ersten Mal 1938 in einem französischen Skimagazin auf. In Österreich soll das Brett „Schnappski“ geheißen haben, die Gläser standen dabei nur obenauf. Einen Beleg für eine dieser Geschichten haben weder Punch noch VinePair gefunden.

Belegt ist, wie aus dem Brauch ein Produkt wurde. Dave Paulick sah laut Punch einen Shotski mit aufgeklebten Gläsern im Skigebiet Big Powderhorn Mountain in Michigan und gründete 2005 in Wisconsin eine Firma, die Shotskis mit Metallhalterungen baute. Seitdem gibt es Shotskis laut Punch in vielen Bars und Restaurants.

Wie lang ein Shotski werden kann, zeigt Breckenridge in Colorado: Beim Ullr Fest versuchen sie dort jedes Jahr, den längsten Shotski aufzustellen. 2014 waren es laut VinePair 219 Ski, an denen 666 Leute gleichzeitig einen Schnaps tranken.

Welche Varianten gibt es?

Vom alten Ski bis zum Baukasten, die Runde bleibt dieselbe:

  • Der Klassiker: ein alter Alpinski mit drei bis fünf Gläsern.
  • Der Wasserski: An Seeufern kommt laut Punch auch der Wasserski zum Einsatz.
  • Das Brett aus Holz: eigens gebaut, mit Mulden oder Halterungen für die Gläser.
  • Modulare Shotskis: einzelne Module, die sich zusammenstecken lassen, so viele, wie Leute mittrinken.

Der Shotski von Apres Allstars

Bei uns am Mirabellplatz steht ein Stand, der den Shotski selbst weiterentwickelt hat: Apres Allstars von Tobi Deckert und Michi Gasteiger aus Siegsdorf im Chiemgau. Ein Hinweis in eigener Sache: Tobi Deckert schreibt auch für diesen Blog. Laut ihrer Aussteller-Seite brachten die beiden schon früher zu Geburtstagen und Hochzeiten immer einen Shotski mit, Gläser auf einen alten Ski geklebt. Auf der Sportartikelmesse ISPO 2020 hatten sie einen Shotski aus dem 3D-Drucker dabei, um Leute an ihren Stand zu holen. Daraus entstand ein Baukasten aus Glas, Bindung und Modulen.

Ihr Shotski heißt SwigSki3000. Laut Produktseite von Apres Allstars ist er so gebaut:

  • Holz und Module: Die Module sind aus Pinienholz und stecken mit einem Schnappverschluss zusammen. Das Grundset hat vier Module, Erweiterungen bringen jeweils zwei dazu.
  • Gläser in Skischuhform: Statt normaler Schnapsgläser sitzen 4-cl-Gläser in Form eines Skischuhs auf dem Brett. Sie klicken in eine kleine Skibindung ein. Mehr über das Glas erzählt unser Artikel zum Skischuh-Schnapsglas.
  • Zum Umhängen: Mit einer Ösenschraube lässt sich ein einzelnes Modul samt Glas an einem Band um den Hals tragen.

Entwickelt haben Tobi und Michi den SwigSki3000 laut eigener Website gemeinsam mit ihrer Community, finanziert über eine Kickstarter-Kampagne im Sommer 2023. Zusammengebaut werden die Sets in sozialen Werkstätten, darüber schreiben wir in Schnapsgläser aus sozialen Werkstätten. Wer die beiden sind, steht auf der Seite Über uns von Apres Allstars.

Probeshot am Stand am Mirabellplatz

Am Stand von Apres Allstars bei uns am Mirabellplatz kannst du einen Probeshot mit dem Shotski machen. Unser Markt hat vom 19. November bis 31. Dezember 2026 täglich geöffnet, der Eintritt ist frei.

Weil ein Shotski mehrere Leute braucht, kommst du am besten mit Freunden, Familie oder Kollegen. Wie sich das Après-Ski-Gefühl mitten in der Stadt anfühlt und was du am Markt dazu kombinieren kannst, steht in Après-Ski mitten in Salzburg. Suchst du ein Geschenk für jemanden, der gern auf der Piste steht, schau in Geschenke für Skifahrer.

Unsere Aussteller

Apres Allstars ist eine von 18 Hütten am Mirabellplatz. Alle Aussteller mit ihren Geschichten findest du in unserer Ausstellerübersicht.

Alle Aussteller ansehen →

Verantwortungsvoll trinken und Jugendschutz

Am Shotski trinkst du Schnaps, und zwar im Takt der anderen. Mach nur so viele Runden mit, wie du willst, und trink zwischendurch Wasser oder etwas Warmes ohne Alkohol. Niemand muss mittrinken, um dabei zu sein.

Im Land Salzburg dürfen Jugendliche Getränke mit gebranntem Alkohol, also Schnaps, auch in Mischgetränken, erst ab 18 Jahren kaufen und trinken. Andere alkoholische Getränke wie Bier oder Wein sind ab 16 erlaubt. Für Kinder und Jugendliche gibt es an mehreren Hütten Kinderpunsch. Was ihn vom Glühwein unterscheidet, erklärt Glühwein oder Punsch.

Häufige Fragen

Wie viele Gläser hat ein Shotski?

Meist drei bis fünf, laut VinePair. Modulare Shotskis lassen sich verlängern: Beim SwigSki3000 von Apres Allstars hat das Grundset vier Module, Erweiterungen bringen jeweils zwei dazu.

Wie trinkt man aus einem Shotski?

Alle stellen sich nebeneinander vor ihr Glas, die Gläser werden gefüllt, dann heben alle das Brett gemeinsam waagrecht an. Auf ein Kommando setzen alle gleichzeitig an und kippen das Brett zusammen. Wer zu früh oder zu spät kippt, verschüttet.

Woher kommt der Shotski?

Das ist nicht geklärt. Er stammt aus der Ski- und Après-Ski-Kultur, Geschichten nennen Kanada, Utah und die Alpen, belegt ist keine davon. Laut Punch gründete Dave Paulick 2005 in Wisconsin eine Firma, die Shotskis baute.

Was trinkt man aus einem Shotski?

Klassisch einen Schnaps, für alle dasselbe, damit die Runde gleichzeitig fertig ist. Das Skischuh-Glas von Apres Allstars verträgt laut deren Aussteller-Seite auch heiße Getränke wie Glühwein.

Kann ich am Weihnachtsmarkt Mirabellplatz einen Shotski ausprobieren?

Ja. Am Stand von Apres Allstars kannst du einen Probeshot mit dem Shotski machen. Der Markt hat vom 19. November bis 31. Dezember 2026 täglich geöffnet, alle Öffnungszeiten stehen auf unserer Seite Öffnungszeiten und Anreise.

Ab wie vielen Jahren darf man in Salzburg Schnaps trinken?

Ab 18. Im Land Salzburg sind Getränke mit gebranntem Alkohol, auch Mischgetränke, für Jugendliche unter 18 verboten. Bier und Wein sind ab 16 erlaubt.

Quellen

Abgerufen am 30. Oktober 2026: Punch, Aaron Goldfarb, „Who Invented the Shotski and Why?“ (3. Juni 2016) · VinePair, Nick Hines, „History of the Shotski“ (27. Jänner 2017) · Apres Allstars, Produktseite „SwigSki3000 modularer Shotski aus Holz“ und Seite „Über uns“ (apres-allstars.com) · oesterreich.gv.at, Jugendschutz: Alkohol, Tabak- und sonstige Nikotinerzeugnisse, Abschnitt Salzburg (Stand 12. August 2024) · Auskunft Tobi Deckert (Apres Allstars), 30. Oktober 2026 · unsere Aussteller-Seite Apres Allstars und Öffnungszeiten und Anreise